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Bodenseeufer in Gaissau
 
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Pfarramt und Kirche in Gaißau
Pfarramt und Kirche in Gaißau
Pfarramt St. Othmar

Gemeinsam mit Höchst:
Pfarrer Mag. Wilhelm Schwärzler
Diakon Dipl. PAss / Dipl. Leb. u. Soz. Rikard Toplek


Kirchstraße 4
6974 Gaißau
Telefon 05578 71400

E-mail pfarre.gaissau@vol.at

Auskunft über Wochentagsmessen im St. Josefshaus erhalten Sie an der Klosterpforte (Telefon 71116)

 

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
Das Pfarrbüro ist für Sie offen: Freitag  15.00 -16.00 Uhr
www.pfarre-gaissau.at

AKTUELLE TERMINE

Gottesdienstordnung

Freitag, 24.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim
19:00 Uhr Kreuzwegandacht in der Klosterkapelle

Samstag, 25.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim
19:00 Uhr Sonntagvorabendmesse

Sonntag, 26.03.2017, 4. Fastensonntag, (Achtung: Beginn der Sommerzeit)
10:15 Uhr Vorstellungsgottesdienst und Lichtfeier der Erstkommunionkinder
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim

Montag, 27.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim


Dienstag, 28.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim
16:00 Uhr Wortgottesfeier mit Krankensalbung in der St.Josefskapelle im
 Pflegeheim
17:30-18:30 Uhr  Sprechstunde des Pfarrers
19:00 Uhr Hl. Messe mit Jahresgedächtnis in der Klosterkapelle. In diesem Gottesdienst gedenken wir aller im Januar der letzten 5 Jahre Verstorbenen:
 5 Jahre: Eberle Josef
 4 Jahre: Nagel Gebhard, Maurer Anna
 2 Jahre: Vogel Elisabeth
 1 Jahr: Maier Andreas, Schwärzler-Schmidinger Renate
 „Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe, bin ich immer bei euch.“

Mittwoch, 29.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der der St. Josefskapelle im Pflegeheim

Donnerstag, 30.03.2017
06:30 Uhr Messe in der Klosterkapelle
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim

Freitag, 31.03.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim
19:00 Uhr Kreuzwegandacht in der Klosterkapelle

Samstag, 01.04.2017
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim
Keine Sonntagvorabendmesse

Sonntag, 02.04.2017, Passionssonntag
10:15 Uhr Sonntagsmesse
15:30 Uhr Rosenkranz in der St. Josefskapelle im Pflegeheim

Bestätigung des Pastoralteams
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die sich bereit erklärt haben, das Pastoralteam zu unterstützen.

Versöhnungsfeier für die Firmlinge am Freitag, 24.03.2017,  Pfarrkirche Höchst:
18:00 Uhr Versöhnungsfeier für die Firmlinge aus Gaissau und Höchst in der Pfarrkirche Höchst. Liebe Firmlinge, kommt in Begleitung eines Erwachsenen.

Caritas-Haussammlung im März
Die Caritas-Haussammlung im März steht heuer unter dem Motto „Herzen öffnen = größer als Türen schließen“.
Ihre Spende soll für die Unterstützung und Begleitung von Menschen in Not in Vorarlberg verwendet werden.
Wir bitten Sie, die Sammler und Sammlerinnen freundlich aufzunehmen und danken herzlich für Ihre Unterstützung.

Unser Pfarrbüro ist für Sie offen:
Freitag 15.00 - 16.00 Uhr
05578/71400 www.pfarre-gaissau.at

 

 

 

HISTORISCHES und WISSENSWERTES

Die Kirche St. Othmar
Die 1760 erbaute Kapelle war 110 Jahre lang Mittelpunkt des religiösen Lebens und Zeitzeuge des Kampfes der Gaißauer für eine selbständige Pfarrei.
Altersschwäche, Baumängel und Beengtheit kennzeichneten das Kirchlein.
1860 kam Pfarrer Anton Zimmermann nach Gaißau. Gar bald verkündete er die Absicht zum Bau einer neuen Kirche. Kein leichtes Vorhaben, denn die vorhandenen Pfründen reichten gerade aus zum Unterhalt des Priesters.
Dennoch ließ sich der Pfarrer nicht entmutigen.
Mit dem Wanderstab in der Hand bettelte er 2 Jahre hindurch in ganz Tirol und Vorarlberg um Spenden zum Bau des jetztigen neugotischen Gotteshauses und besorgte die Baupläne von Stadl, Innsbruck, die heute noch im Pfarrhaus aufbewahrt sind. Rund 16.000 Gulden betrugen die Spenden. Das Sprichwort "Jede Kirche kostet einen Pfarrer" hatte sich bewahrheitet, denn des Gottesmannes Gesundheit war ruiniert.
Einen Monat nach Einlangen der Baubewilligung fand am 2. April 1870 die feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Zimmermann als Beauftragten des Bischofs statt. Der Pfarrer von Rorschach hielt vor 3000 Leuten eine Festpredigt. Ein Wohltäterverzeichnis in einer Flasche wurde unter dem Eckstein eingemauert. Am 7. Juli 1873 erolgte die Weihe der Kirche durch den Generalvikar.
In den folgenden Jahrzehnten erfuhr das Kircheninnere jedoch noch einige Veränderungen. Am tiefgreifendsten war die mit der Sanierung im Jahr 1983 verbundene Umgestaltung, seit der sich das Innere der Kirche in vereinfachter, zum Teil modernisierter Gestalt präsentiert.
Im Jahr 2011 wurde die Kirche im Innern umfassend renoviert. Der alte Innenanstrich wurde entfernt, Risse wurden ausgebessert, und es wurde ein Kalkanstrich aufgebracht, wobei die Farbegebung gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt basierend auf den ursprünglichen Farbtönen festgelegt wurde. Ferner wurden die hölzernen Kirchenbänke und die Wandtäfelungen sowie der Holzboden abgebeizt bzw abgeschliffen und dann mit Hartwachsöl eingelassen. Einen besonderen Punkt stellte die Restaurierung der Figuren dar. Schließlich wurden im Zuge dieser Sanierung Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit in den Emporensäulen getroffen.

Pfarrgemeindehaus Gaißau

Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Thurgauer Fachwerkhaus mit gemauertem Sockelgeschoss wurde 1735 von Johannes Lutz als Gasthof "Zur Rose" erbaut, diente dann seit 1789 als Pfarrhaus, zusätzlich als Schulhaus von 1808-1884 und als Notkirche von 1870-1873. Das Gebäude bot um die Jahrhundertwende auch Platz für die örtliche Musikkapelle und für die erste Gaißauer Feuerwehrspritze, in den letzten Jahrzehnten auch für pfarrliche Aktivitäten und für eine Jugenddiskothek.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurde das Fachwerk verputzt, in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts störende Umbauten vorgenommen. Noch Anfang der 90er Jahre, als eine Revitalisierung des Pfarrhofs anstand, erwog man einen Abbruch. Nach genauer Prüfung der Bausubstanz und der Finanzierungsmöglichkeiten entschlossen sich Diözese und Pfarre mit Unterstützung der Gemeinde für die Erhaltung des geschichtsträchtigen Hauses.
Architekt Wolfgang Ritsch (Dornbirn) erarbeitete ein Konzept, indem die störenden Umbauten von 1955/56 entfernt, das Bauwerk statisch saniert und trockengelegt und die ursprüngliche Raumstruktur wiederhergestellt wurde. An der Gebäuderückseite schuf man einen modernen Zubau, von welchem jede Etage separat und behindertengerecht erschlossen wird.
Bei der Restaurierung der Fassaden und der Innenstruktur wurde das Fachwerk freigelegt und im Inneren die Bemalung der verbrauchten Flächen restauriert.
Für die Konservierung wurden nur traditionelle Materialien wie Ölfarbe und Sumpfkalk mit Erdpigmenten verwendet. Eine Hälfte der Dacheindeckung erfolgte mit den alten Ziegeln in der traditionellen Einfachdeckung. In der Bodenbeschüttung wurden 200 Jahre alte Keramikreste von Gebrauchsgeschirr entdeckt und wieder zusammengefügt.

Das Kloster
...der Franziskaner Missionsschwestern heißt in Wirklichkeit "St. Josefshaus". Es ist ein Gebäudekomplex bestehend aus Kapelle, Schwesterntrakt sowie Alters- und Pflegeheim. Die Gaißauer nennen aber das dem hl. Josef geweihte Haus einfach 's Kloster, denn gar viele Einwohner sind von Kindesbeinen an aus mannigfachen Gründen mit ihm verbunden. Die Ordensfrauen sind weitum unter dem Namen "Gaißauer Schwestern" bekannt, also ein Markenname, der über die Gemeindegrenzen hinweg einen guten Klang hat.
Im Bewußtsein des Wertes der Missionsarbeit und einer wahrhaft christlichen Erziehung zog Sr. Bernada Bütler unter Verzicht auf die Zugehörigkeit zum Kloster Maria Hilf in Altstätten (Kanton St. Gallen) und nach Entbindung von der Klausur mit einigen andern Mitschwestern gegen Ende des letzten Jahrhunderts nach Lateinamerika. Nach verschiedenen Aufenthalten wurde die Dienerin Gottes, Mutter Maria Bernarda, Gründerin der "Franziskaner Missionsschwestern von Maria Hilf" (Cartagena/Kolumbien) und weil sie 1904 Sr. Rosa Holenstein nach Europa sandte, um ein Haus zu finden zur Aufnahme von Kanditatinnen für Missionsaufgaben in Südamerika, auch Gründerin des "Klösterleins" in Gaißau.
Im selben Jahr wurde Schwester Rosa Holenstein dank der Hilfe des Pfarrers Franz Josef Hämmerle Lehrerin in Gaißau. Sie hatte im Schulhaus Wohnung bezogen. Bereits 1905 trat die erste Kanditatin aus Deutschland in den Orden ein. Ein Jahr später fand die feierliche Einkleidung in der Kirche statt.
Wie es scheint, hatte Sr. Rosa hier den richtigen Platz für die ihr zugeteilte Aufgabe gefunden. Schon 1907 erfolgte der Bau des St. Josefsmissionshauses. In den Jahren 1910, 1932, 1961, 1980 und 1990/91 wurde das einstige Klösterlein bedeutend erweitert und durch einen Stall und das Antoniushaus bereichert.
Die baulichen Veränderungen der letzten 80 Jahre waren notwendig, teils wegen Ordenszuwachs, teils durch Übernahme neuer Aufgaben in Gaißau. Das gelegte Samenkorn wuchs zu einer stattlichen Garbe. Seit 1905 traten 432 Bewerberinnen in die Kandidatur. 314 Schwestern wurden in die Mission nach Kolumbien und Brasilien gesandt. In Europa bestehen zur Zeit 14 Ordensgemeinschaften mit etwa 120 Schwestern und zwei Kanditatinnen. In Gaißau wirken momentan etwas über 20 Schwestern, doch sind viele von ihnen altersbedingt nicht mehr voll einsatzfähig. Der Nachwuchsmangel macht den Schwestern große Sorgen. Ihr Glaube an Gottes Hilfe ist aber ungebrochen.
Vorbei sind die Zeiten, wo jährlich zweimal in der Pfarrkirche St. Othmar die weißgewandeten Kandidatinnen ihr Ordenskleid entgegennahmen, die jungen Novizinnen die Gelübde ablegten. Die Jubelprofessen von 25, 50 und 60 Jahren bestätigen aber, dass das St. Josefshaus lebt.



 
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