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Pfarramt und Kirche in Gaißau
Pfarramt und Kirche in Gaißau
Pfarramt St. Othmar

Gemeinsam mit Höchst:
Pfarrer Mag. Wilhelm Schwärzler

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
Das Pfarrbüro ist für Sie offen: Freitag  15.00 -16.00 Uhr
www.pfarre-gaissau.at

Kirchstraße 4
6974 Gaißau
Telefon 05578 71400
E-mail pfarre.gaissau(at)vol.at

Auskunft über Wochentagsmessen im St. Josefshaus erhalten Sie an der Klosterpforte (Telefon 71116)

AKTUELLE TERMINE

Gottesdienstordnung
Freitag, 06.12.2019
Die Herz- Jesu-Freitag Messe in der Klosterkapelle entfällt aufgrund des Begräbnisses von Sr. Waltraud.
Samstag, 07.12.2019
19:00 Uhr Sonntagvorabendmesse in der Pfarrkirche in Höchst
 Musikalische Gestaltung: PHONIC
Sonntag, 08.12.2019, Maria Empfängnis, 2. Adventsonntag
08:45 Uhr Sonntagsmesse, musikalische Gestaltung: PHONIC
Dienstag, 10.12.2019 
17:30-18:30 Uhr Sprechstunde des Pfarrers im Pfarrgemeindehaus Gaißau, 1.Stock
19:00 Uhr  Versöhnungsfeier im Advent in der Klosterkapelle
Mittwoch, 11.12.2019
05:45 Uhr  Rorate – Treffpunkt auf der Radbrücke Rheineck – Gaißau, anschließend Einzug in die Kirche, Rorate, nachher laden wir zum Frühstück in den Klostersaal. Wir bitten um Ihre Spende für das Baby- und Kinderhospital in Bethlehem. Bringen Sie bitte eine Laterne für das Friedenslicht mit.  
Donnerstag, 12.12.2019
07:00 Uhr Messe in der Klosterkapelle
Samstag, 14.12.2019
19:00 Uhr  Sonntagvorabendmesse in der Klosterkapelle Gaißau Adventopfer-Sammlung für Bruder & Schwester in Not.
Sonntag, 15.12.2019, 3. Adventsonntag
08:45 Uhr Sonntagsmesse, Adventsopfersammlung für Bruder & Schwester in Not

Höchst: Adventkonzert in der Pfarrkirche
Am Samstag, den 14.12.2019 laden wir Euch um 17:00 Uhr zum Adventkonzert in die Pfarrkirche Höchst herzlich ein.

HISTORISCHES und WISSENSWERTES

Die Kirche St. Othmar
Die 1760 erbaute Kapelle war 110 Jahre lang Mittelpunkt des religiösen Lebens und Zeitzeuge des Kampfes der Gaißauer für eine selbständige Pfarrei.
Altersschwäche, Baumängel und Beengtheit kennzeichneten das Kirchlein.
1860 kam Pfarrer Anton Zimmermann nach Gaißau. Gar bald verkündete er die Absicht zum Bau einer neuen Kirche. Kein leichtes Vorhaben, denn die vorhandenen Pfründen reichten gerade aus zum Unterhalt des Priesters.
Dennoch ließ sich der Pfarrer nicht entmutigen.
Mit dem Wanderstab in der Hand bettelte er 2 Jahre hindurch in ganz Tirol und Vorarlberg um Spenden zum Bau des jetzigen neugotischen Gotteshauses und besorgte die Baupläne von Stadl, Innsbruck, die heute noch im Pfarrhaus aufbewahrt sind. Rund 16.000 Gulden betrugen die Spenden. Das Sprichwort "Jede Kirche kostet einen Pfarrer" hatte sich bewahrheitet, denn des Gottesmannes Gesundheit war ruiniert.
Einen Monat nach Einlangen der Baubewilligung fand am 2. April 1870 die feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Zimmermann als Beauftragten des Bischofs statt. Der Pfarrer von Rorschach hielt vor 3000 Leuten eine Festpredigt. Ein Wohltäterverzeichnis in einer Flasche wurde unter dem Eckstein eingemauert. Am 7. Juli 1873 erfolgte die Weihe der Kirche durch den Generalvikar.
In den folgenden Jahrzehnten erfuhr das Kircheninnere jedoch noch einige Veränderungen. Am tiefgreifendsten war die mit der Sanierung im Jahr 1983 verbundene Umgestaltung, seit der sich das Innere der Kirche in vereinfachter, zum Teil modernisierter Gestalt präsentiert.
Im Jahr 2011 wurde die Kirche im Innern umfassend renoviert. Der alte Innenanstrich wurde entfernt, Risse wurden ausgebessert, und es wurde ein Kalkanstrich aufgebracht, wobei die Farbgebung gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt basierend auf den ursprünglichen Farbtönen festgelegt wurde. Ferner wurden die hölzernen Kirchenbänke und die Wandtäfelungen sowie der Holzboden abgebeizt bzw abgeschliffen und dann mit Hartwachsöl eingelassen. Einen besonderen Punkt stellte die Restaurierung der Figuren dar. Schließlich wurden im Zuge dieser Sanierung Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit in den Emporensäulen getroffen.

Pfarrgemeindehaus Gaißau

Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Thurgauer Fachwerkhaus mit gemauertem Sockelgeschoss wurde 1735 von Johannes Lutz als Gasthof "Zur Rose" erbaut, diente dann seit 1789 als Pfarrhaus, zusätzlich als Schulhaus von 1808-1884 und als Notkirche von 1870-1873. Das Gebäude bot um die Jahrhundertwende auch Platz für die örtliche Musikkapelle und für die erste Gaißauer Feuerwehrspritze, in den letzten Jahrzehnten auch für pfarrliche Aktivitäten und für eine Jugenddiskothek.
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurde das Fachwerk verputzt, in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts störende Umbauten vorgenommen. Noch Anfang der 90er Jahre, als eine Revitalisierung des Pfarrhofs anstand, erwog man einen Abbruch. Nach genauer Prüfung der Bausubstanz und der Finanzierungsmöglichkeiten entschlossen sich Diözese und Pfarre mit Unterstützung der Gemeinde für die Erhaltung des geschichtsträchtigen Hauses.
Architekt Wolfgang Ritsch (Dornbirn) erarbeitete ein Konzept, indem die störenden Umbauten von 1955/56 entfernt, das Bauwerk statisch saniert und trockengelegt und die ursprüngliche Raumstruktur wiederhergestellt wurde. An der Gebäuderückseite schuf man einen modernen Zubau, von welchem jede Etage separat und behindertengerecht erschlossen wird.
Bei der Restaurierung der Fassaden und der Innenstruktur wurde das Fachwerk freigelegt und im Inneren die Bemalung der verbrauchten Flächen restauriert.
Für die Konservierung wurden nur traditionelle Materialien wie Ölfarbe und Sumpfkalk mit Erdpigmenten verwendet. Eine Hälfte der Dacheindeckung erfolgte mit den alten Ziegeln in der traditionellen Einfachdeckung. In der Bodenbeschüttung wurden 200 Jahre alte Keramikreste von Gebrauchsgeschirr entdeckt und wieder zusammengefügt.

Das Kloster
...der Franziskaner Missionsschwestern heißt in Wirklichkeit "St. Josefshaus". Es ist ein Gebäudekomplex bestehend aus Kapelle, Schwesterntrakt sowie Alters- und Pflegeheim. Die Gaißauer nennen aber das dem hl. Josef geweihte Haus einfach 's Kloster, denn gar viele Einwohner sind von Kindesbeinen an aus mannigfachen Gründen mit ihm verbunden. Die Ordensfrauen sind weitum unter dem Namen "Gaißauer Schwestern" bekannt, also ein Markenname, der über die Gemeindegrenzen hinweg einen guten Klang hat.
Im Bewusstsein des Wertes der Missionsarbeit und einer wahrhaft christlichen Erziehung zog Sr. Bernada Bütler unter Verzicht auf die Zugehörigkeit zum Kloster Maria Hilf in Altstätten (Kanton St. Gallen) und nach Entbindung von der Klausur mit einigen andern Mitschwestern gegen Ende des letzten Jahrhunderts nach Lateinamerika. Nach verschiedenen Aufenthalten wurde die Dienerin Gottes, Mutter Maria Bernarda, Gründerin der "Franziskaner Missionsschwestern von Maria Hilf" (Cartagena/Kolumbien) und weil sie 1904 Sr. Rosa Holenstein nach Europa sandte, um ein Haus zu finden zur Aufnahme von Kandidatinnen für Missionsaufgaben in Südamerika, auch Gründerin des "Klösterleins" in Gaißau.
Im selben Jahr wurde Schwester Rosa Holenstein dank der Hilfe des Pfarrers Franz Josef Hämmerle Lehrerin in Gaißau. Sie hatte im Schulhaus Wohnung bezogen. Bereits 1905 trat die erste Kandidatin aus Deutschland in den Orden ein. Ein Jahr später fand die feierliche Einkleidung in der Kirche statt.
Wie es scheint, hatte Sr. Rosa hier den richtigen Platz für die ihr zugeteilte Aufgabe gefunden. Schon 1907 erfolgte der Bau des St. Josefsmissionshauses. In den Jahren 1910, 1932, 1961, 1980 und 1990/91 wurde das einstige Klösterlein bedeutend erweitert und durch einen Stall und das Antoniushaus bereichert.
Die baulichen Veränderungen der letzten 80 Jahre waren notwendig, teils wegen Ordenszuwachs, teils durch Übernahme neuer Aufgaben in Gaißau. Das gelegte Samenkorn wuchs zu einer stattlichen Garbe. Seit 1905 traten 432 Bewerberinnen in die Kandidatur. 314 Schwestern wurden in die Mission nach Kolumbien und Brasilien gesandt. In Europa bestehen zurzeit 14 Ordensgemeinschaften mit etwa 120 Schwestern und zwei Kandidatinnen. In Gaißau wirken momentan etwas über 20 Schwestern, doch sind viele von ihnen altersbedingt nicht mehr voll einsatzfähig. Der Nachwuchsmangel macht den Schwestern große Sorgen. Ihr Glaube an Gottes Hilfe ist aber ungebrochen.
Vorbei sind die Zeiten, wo jährlich zweimal in der Pfarrkirche St. Othmar die weißgewandeten Kandidatinnen ihr Ordenskleid entgegennahmen, die jungen Novizinnen die Gelübde ablegten. Die Jubelprofessen von 25, 50 und 60 Jahren bestätigen aber, dass das St. Josefshaus lebt.



 
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